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Liebe Besucher, herzlich Willkommen auf meiner Familienseite. Hier finden Sie Informationen über die Familiengeschichte der Dittmars...

 

Woher stammt der Name "Dittmar"?

 

Althochdeutscher Rufname "thiot-, diot-märi" => "Volk, Menschen + bekannt, berühmt, angesehen"

 

Erstes bekanntes Vorkommen:Thetmar (um 804), Tiadmer (um 822/874), Dethmar (um 1064), Ditmarus (um 1248)

Familiengeschichte 

Osthofen


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Johann Peter Dittmar (ca. *1805), heiratete Margarete Dittmar (geb. Gutmann, ca. *1814) und zogen nach Osthofen (bei Worms). Der Sohn, Johann Heinrich Dittmar (*25.01.1838), heiratete in Osthofen Antoinette Dittmar (geb. Barth, *13.10.1843) und hatten 6 Kinder.

 

  • Johanna Karolina Dittmar (*29.03.1868)
  • Johann Heinrich Dittmar (*25.12.1869, †1941)
  • Georg Dittmar (*21.04.1874)
  • Elisabeth Dittmar (*20.12.1876)
  • Karl Dittmar (*12.12.1877)
  • Katharina Dittmar (*27.04.1882)

 

Johann Heinrich Dittmar heiratete am 29.01.1890 in Osthofen, Maria Dittmar (geb. Schmuck, *12.08.1873 in Friesenheim) und bekamen 11 Kinder:

 

Johann Heinrich Dittmar    Maria Dittmar (geb. Schmuck)

 

Johann Heinrich Dittmar Jr., Jakob Dittmar, Fritz Dittmar, Karl Dittmar, Elisabeth Dittmar, Otto Dittmar, Catarina Dittmar, Ludwig Dittmar, Maria Dittmar, Anna Dittmar, João Henrique Dittmar

 

Maria Dittmar (geb. Schmuck) war Tochter von Jakob Schmuck (*15. Februar 1852 in Friesenheim, Beruf: Schneidergeselle) und Jakobina Schmuck (geb. Heldt, *15. September 1849 in Friesenheim) und hatte noch vier Schwestern.

 

Die Sohne Johann Heinrich Jr. und Jacob starben im ersten Weltkrieg. Johann Heinrich Jr. starb wahrscheinlich in Frankreich am 17.04.1915 und wurde im St.Laurent-Blangy - Frankreich begraben. Sein Bruder Jakob starb vermutlich ebenfalls in Frankreich, an der Souvilleschlucht, am 07.09.1916 und wurde im Hautecourt-les-Broville begraben.

 

Johann Dittmar  Jakob Dittmar

 

Der kleine Fritz ist mit zwei an Lungenentzündung gestorben. Alle anderen wurden erwachsen und heirateten:

 

  • Karl & Elisabeth Lenhard - zwei Töchter und ein Sohn
  • Elisabeth & Georg Bartmann - eine Tochter und zwei Söhne
  • Otto & Luise Fritz - vier Töchter und zwei Söhne
  • Catarina & Wilhelm Rauschkolb - eine Tochter und ein Sohn
  • Ludwig & Frida Erna Schuch - zwei Töchter und zwei Söhne
  • Maria und Hermann Richter - drei Töchter und ein Sohn
  • Anna & Osvaldo Jurischka - eine Tochter und drei Söhne
  • João Henrique & Gertrudes Mercedes Halick - eine Tochter und drei Söhne

 

In Deutschland hatte unsere Familie ein ruhiges Leben. Sie waren Bauer und pflanzten Weizen, Kartoffel, Hafer, Gemüse und Zuckerrüben, die an die Zuckerfabrik verkauft wurde. Außerdem wurden in der Farm Milch und Eier produziert.

 

Haus in Deutschland

Zum Bild: Damals wohnte hier die Familie Dittmar. Das Haus wurde während des zweiten Weltkrieges fast komplett durch eine verirrte Bombe zerstört. Ziel des Anschlags, war eine in der Umgebung befindliche Flugabwehrkanone. Das einzige was original erhalten blieb, ist die Scheune im Hintergrund.

 

 

Johann Heinrich kaufte eine Maschine um Getreide zu verarbeiten und bot diese Dienstleistung in der Umgebung an. Es kamen Kunden aus Bechtheim, Ditelsheim, Astheim und Friesenheim. Während Johann Heinrich und sein Sohn Karl sich um die Getreideverarbeitung kümmerten, arbeiteten Maria Dittmar und die anderen Kinder in der Farm.

 

Eine Kuriosität: Als die Krise zwischen 1922 und 1924 Deutschland traf, hat Johann Heinrich das Jahresertrag an Zuckerrüben verkauft und eine Zahlung in zwei Raten vereinbart. Die erste Rate sofort und die zweite in 30 Tagen. Als er die zweite Rate erhielt, gab er das Geld seinem Sohn Otto und sagte: „Lauf jetzt schnell zur Kneipe und trinke ein Bier, aber schnell, sonst wird das Geld nicht mehr reichen.“

 

Die Gründe Deutschland zu verlassen waren nicht finanziell, sondern politisch. Damals gab es in Deutschland ein Kampf zwischen Nationalsozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. Otto favorisierte die Nationalsozialisten, zwei Cousins waren Kommunisten und ein anderer Sozialdemokrat. Es gab in Osthofen kein Versammlungsgebäude der Nationalsozialisten, also musste Otto eine Stunde mit dem Fahrrad nach Bechtheim fahren. Die Cousins hassten ihn wegen seiner politischen Richtung und trafen sich eines Tages an einen dunklen Teil der Strecke um Otto eine Lektion zu verpassen.

 

Sie trafen sich am besagten Tag und warteten auf ihm. Als die Cousins das Fahrradlicht sahen, traten sie ihn runter, schlugen brutal auf ihm ein, zerstörten sein Fahrrad und ließen ihn bewusstlos zurück. Wie das Schicksal so spielt, hatte die Versammlung diesmal länger gedauert. Es war gar nicht Otto, der zusammengeschlagen wurde, sondern ein Mann aus Osthofen, der seine Freundin in Bechtheim besucht hatte. Als Otto eine halbe Stunde später vorbeikam, sah er den jungen Mann am Straßenrand und brachte diesen ins Krankenhaus.

 

Johann Heinrich erfuhr die Geschichte und sagte: „Hier können wir nicht mehr leben. Zwei Söhne an einem unbekannten Feind zu verlieren ist schon zuviel. Ich werde keins durch die eigene Familie verlieren.“

 

Eine der Familien für den Johann Heinrich das Getreide verarbeitete, hatte ein Sohn in Brasilien. Er lebte in Serra Negra und schrieb seine Eltern wie toll und wunderschön es dort wäre und das es die beste Entscheidung war auszuwandern. Es wäre das gelobte Land…

 

Tja… Es war doch nicht ganz so, wie in den Briefen beschrieben. Er wollte nur nicht zugeben, dass es ein Fehler war. Aber wie eine gute Werbung so ist, weckte die Geschichte das Interesse von Johann Heinrich, der anfing mit den Sohn der Familie zu schreiben und zum Entschluss kam dass Brasilien und Serra Negra seine neue Heimat werden würde.

 

In Deutschland verkaufte Johann Heinrich alles was die Familie hatte, außer das Haus, welches Elisabeth, neben eine größere Geldsumme, zum Leben bekam. Sie blieb als einzige Tochter in Deutschland.

 

Von Hamburg aus, ist die Familie mit dem Schiff „Vila Garcia“ Richtung Brasilien gefahren. Die Familie Dittmar und eine ältere Dame mit ihrer Tochter waren bis Lisabon die einzigen Passagiere. In Portugal stiegen noch ein paar ein. Das Schiff fuhr nach Rio de Janeiro, wo die Portugiesen ausstiegen. Die Familie Dittmar fuhr weiter nach Paranaguá, wo Herr Hartmann und die Familie Gagel warteten, denn keiner konnte portugiesisch Sprechen. Herr Hartmann schlug Johann Heinrich vor, nach Curitiba zu ziehen, aber Johann wollte auf keinem Fall in die Stadt. Er bevorzugte die Wildnis in Serra Negra.

 

Serra Negra


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Sie mieteten ein Laster zum Transport und fuhren in das „Gelobte Land“. Was für eine Enttäuschung. Serra Negra wurde von Malaria und andere Krankheiten befallen. Es regnete viel und zwei- bis dreimal im Jahr gab es Hochwasser.

 

In Serra Negra angekommen, war das Ehepaar Persching die ersten die sie kennenlernten. Es war ein älteres Paar mit einem großen Haus, indem die Familie Dittmar einen Monat lebte, bis sie einem geeigneten Grundstück fanden, das seinen Wünschen entsprach.

 

Die Farm gehörte einem älteren Portugiesen, der sich zur Ruhe setzen und wegziehen wollte. Es waren 68 Hektar, zwei Häuser und ein Lager mit 15x8 m. Außerdem gab es 300 Schweine, eine Maisplantage und Bananen- , Orangen-, Kaffeebäume. Das alles für 20.000 Réis! (Damals waren 1.000 Réis etwa 2 Reichsmark).

 

Langsam lernten sie die deutschen Kolonisten kennen und erfuhren mehr über die Geschichte der Kolonie, welche früher „Colônia Alfonso Camargo“ hieß, als Ehrung des damaligen Gouverneurs. Die Kolonie wurde von der Firma „Bier & Ulmann“ aus Porto Alegre geleitet und der Lokaldirektor hieß Richard Zink, der später durch Miguel Pech übernommen wurde.

 

Am Fluss Bananal, lebte auf der Rechten Seite die Familie Lohnien und auf der linken Seite die Familie Pining. Weiter unten lebten auf der rechten Seite die Jurischkas, die einen wassergetriebenen Sägewerk. Sein Nachbar hieß Erthal. Noch weiter unten wohnte Paul Rades, der eine Zuckerrohrschnapsbrennerei mit Richard Krüger, betrieb. Dann kamen auf der linken Seite die Familien Schuchardt, Gagel, Aumann, Kreutz und Lochstädt; rechts das Ehepaar Maibom mit Herr Hildebrand als Nachbar. Dann gab es einen Weg, wo niemand wohnte. Hier führte ein kleiner Weg zum Taquaruçu, wo der alleinlebende Brautigam und die Familie Blankenstein lebten. Zurück zum Fluss Bananal. Dort wohnten noch ein Herr Schnepper und das Ehepaar Schultz.

 

Direkt am Fluss Serra Negra lebten das Ehepaar Persching, weiter unten die Kaik, die Esser, die Wegner, die Gatz und zur letzt der Herr Korsanke. Fluss aufwärts lebte die Familie Stedler, der Edmund Otto, der Tallmann, die Familie Pinheiro, der Cláudio, der Bento, der Borges, die Maria und ein paar Eingeborene. Ganz oben am Fluss die Familie Seilmayer auf der linken Seite und auf der rechten die Familien Schefenacker, Leichsenring, Borges, Lopes, Soares und andere, dann kam Herr Schultz, dann die Farm unserer Familie, danach kam noch ein Grundstück von Herr Schultz.

 

An der Kreuzung vom Fluss Serra Negra und den Fluss Assunguí, lebten der Fabrikdirektor und der Herr José mit seiner Familie. Dort gab es auch ein Lebensmittelladen der Eheleute Kapp und das Sägewerk der Firma „Bier & Ulmann“. Rechts vom Fluss Assunguí lebten die Stöchle, die Benke und die Schuch.

 

Da es in Serra Negra keine öffentliche Schule gab, trafen sich die deutsche Eltern mit Herr Stöckle und erreichten dass er die Kinder dreimal pro Woche unterrichtete. (Montags, Dienstags und Mittwochs, im Winter Nachmittags und im Sommer Vormittags.) Dafür zahlten ihm die Eltern monatlich 2.000 Réis pro Kind. Sogar ein paar Eingeborene schickten ihre Kinder zum Unterricht, der auf Deutsch gehalten wurde.

Die meisten der Familien waren Evangelisch, vier waren Katholisch und drei waren Adventisten. Die spirituelle Führsorge leistete der Pastor Karl Frank, der 3- bis 4-mal im Jahr kam, um die religiöse Feste zu zelebrieren. Immer wenn er kam, wurde in der Kolonie groß gefeiert. Sogar die, die nicht evangelisch waren feierten mit. Am Ende des Tages gab es immer ein großes Festessen. Jede Familie brachte was mit und alle aßen zusammen.

 

Haus der Familie Dittmar in Serra Negra

 

Eine Kuriosität: Das erste Mal, als Pastor Franck zur Kolonie kam (1927), sollte er Zwillinge taufen (zwei Jungs). Als der Pastor die Daten aufschreiben wollte, erfuhr er, dass die Mutter nicht getauft war und dass die Eltern nicht verheiratet waren. Also gab der Pastor den Eltern einen Schnellkurs und vollzog alle drei Sachen am gleichen Tag.

 

In der Kolonie gab es ein Fußballteam der fast nur aus deutsche bestand und ein gemischtes Chor, der immer am Mittwochabend probte. (Die die weiter weg wohnten, kamen erst donnerstagmorgens nach Hause, weil sie die Wasserfälle des Flusses Serra Negra mit Kanus, vier Stunden lang trotzen mussten) Große Feste wie Weihnachten, Neujahr, Ostern und die Junifeste wurden immer zusammen gefeiert. Es wurden Bälle mit einem alten Schallplattenspieler oder Gitarre und Mundharmonika, organisiert. Immer waren alle anwesend. Selbst wenn man nach Hause, vier Stunden stromaufwärts, mit Kanus fahren musste.

 

Die Personen, die vor unserer Ankunft wegzogen: Hermann Döbler, Kurt Matthes, Hans Apt, João Heise, Lauer, Minhon und die Winckler.

 

Die Personen, die nach uns kamen: Karl Dittmar, Wilhelm Rauschkolb, Otto Liechsenring, Heinrich Pusbach, Familie Tausendfreund, Jacob Hatzler, Max Richter, Walter Richter, Kurt Arnold, eine Cousine vom Maibom, der Krankenschwester war und Henriete hieß, Hans Randich, Werner Drünkler, Sigler, Fritz Arm, Otto Schatte, Jacob Lonien, Xavier Schefenacher, Hermann Richter, Paul Gebhardt und Wilhelm Ehlke.

 

Die Familie Dittmar hatte keine Probleme die Erträge zu verkaufen, denn Herr Schuch, der der Nachfolger von Herr Kapp im Lebensmittel war, kaufte alles was in der Kolonie produziert wurde. (Butter, Eier, Frischkäse, Hähnchen, Mais, Reis, Schweinefleisch und ganz besonders die Bananen, die damals über Herr José Antonio, von Paranaguá aus, nach Argentinien exportiert wurde.) Damals wurde in der Kolonie etwa 1.000 Bananenstauden pro Monat verkauft. Ein Duzend für etwa 8.000 Réis. Nur die Orangen wurden direkt nach Paranaguá transportiert, denn der Verkauf war etwas schwieriger. Es dauerte drei bis vier Tage um 10.000 Stück zu verkaufen. Das was die Familie Dittmar am meisten verkaufte waren Bananen. Sie hatten um die 10.000 Bananen-, etwa 50 Orangen/Mandarine- und 50 Kaffeebäume.

 

Johann Heinrich Dittmar starb 1941 in Serra Negra.

 

Als 1942 Brasilien in den Krieg gegen Deutschland zog, mussten alle Deutsche Serra Negra binnen 24 Stunden verlassen. Es waren noch 33 Personen, denn die Anderen hatten die Kolonie schon früher verlassen, wegen der Malaria, andere Krankheiten und das Fehlen an medizinische Hilfe. Unsere Familie zog nach Curitiba.

 

Einer der Söhne von Otto Dittmar und Luise Fritz (sind alle in Brasilien geboren) zog zurück nach Deutschland, ganz in der Nähe von Osthofen. Dieser Mann, mein Vater, hat 3 Söhne und eine Tochter.

 

 

Familie Dittmar

 

  • Der erste Sohn, mein großer Bruder, kam schon verheiratet nach Deutschland und bekam hier einen Sohn.
  • Die Tochter, meine ältere Schwester, heiratete hier in Deutschland und bekam 2 Söhne und eine Tochter.
  • Ich heirate am 17.07.09 und habe bereits eine Tochter mit meiner zukünftigen Verlobte.
  • Meine kleiner Bruder heiratete auch hier in Deutschland und ist noch kinderlos.

 

Der Ahnenbaum meiner Tochter

 

Stammbaum