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Genealogisches Lexikon PDF Drucken E-Mail

Hier finden Sie die wichtigsten genealogischen Begriffe in alphabetischer Reihenfolge:

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A

Ahnentafel

Auf einer Ahnentafel sind die Vorfahren einer Person in einer festen Ordnung dargestellt. Eine Ahnentafel ist besonders praktisch, wenn die Verknüpfungen aller Vorfahren übersichtlich und leicht erfassbar dargestellt werden sollen.
Besonders anschaulich ist die Bildnisahnentafel, die Porträts enthält, gemalt oder als Passbilder, oder Ganzfotos der Ahnen der letzten Generationen. - Man sollte dabei bestrebt sein, Fotos aus vergleichbarem Lebensalter und ähnlicher Qualität nebeneinander zu stellen.
Für die komplette Darstellung eines Familienstammbaums hat die Ahnentafel jedoch viele Nachteile, da sie bei weitverzweigten Verwandtschaftsverhältnissen schnell unübersichtlich wird.

Ahnenliste

Bei weitverzweigten Verwandtschaftsverhältnissen wird eine Ahnentafel jedoch schnell unübersichtlich, deshalb hat sich seit etwa 1920 in Deutschland die Darstellung in Ahnenlisten durchgesetzt. Bei verwandt.de können Sie mit einem Klick zwischen der Listenansicht und der Baumansicht wechseln.

Ahnenschwund

Wird auch als Ahnenverlust oder Ahnenimplex bezeichnet und beschreibt das Phänomen, dass die Zahl der Ahnen einer durch Heirat innerhalb der Familie niedriger als die zu erwartende Anzahl ist.

Aufschwörung

Zeremonie im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, in der Kandidaten für hochadelige Klöster, Stifte oder Lehen auf eine über vier Generationen zurückreichende ritterliche Herkunft schwören mussten. Ihre Herkunft war in Form einer Ahnentafel veröffentlicht und wurde vor der Aufschwörung eingehend geprüft.

E

Erbgang

Als Erbgang wird die anhand eines Stammbaums erkennbare Vererbung bestimmter genetischer Eigenschaften bezeichnet, was vor allem beim Nachvollziehen von Erbkrankheiten wie der Rot-Grün-Blindheit oder der sogenannten Bluterkrankheit relevant ist.

F

Familienforschung

Im deutschen Sprachgebrauch übliches Synonym für Genealogie bzw. Ahnenforschung.

G

Genealogie

Die Lehre von der Familie oder der Nachkommenschaft. Im Griechischen bzw. Lateinischen bedeutet genealogía als zusammengesetztes Wort ursprünglich “Geschlechtsregister” oder “Stammtafel”. Heute versteht man unter Genealogie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit familienkundlichen Themen, die häufig synonym mit den deutschen Begriffen Ahnenforschung oder Familienforschung verwendet wird. Ahnenforschung bzw. Familienforschung stehen jedoch eher für die hobbymäßige Beschäftigung mit der Geschichte der eigenen Familie.

Genetik

Die Genetik ist der Teil der Biologie, der sich mit der Beschaffenheit und Funktionsweise der Erbanlagen (Gene) sowie mit deren Vererbung befasst, wobei sich die Humangenetik auf das Erbgut des Menschen spezialisiert hat. In der frühen Phase genetischer Forschung (Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts) war man fälschlicherweise davon ausgegangen, mit Hilfe genealogischer Daten wie Familienstammbäume die Vererbung bestimmter Merkmale erklären zu können.

H

Heimatgeschichte

Der Bereich der Geschichtsforschung, der sich mit der Geschichte eines lokalen Bereiches beschäftigt. An der Erforschung von Heimatsgeschichte sind weniger Historiker als vielmehr geschichtlich interessierte Privatpersonen beteiligt. Sie beschäftigen sich vor allem mit der Alltagsgeschichte und der Erstellung von Ortschroniken.

I

Inzuchtkoeffizient

Ausdruck für die Wahrscheinlichkeit, dass die jeweils im Doppel bei einer Person vorhandenen Erbanlagen (Gene) durch Abstammung identisch sind, d.h. vom selben Ahnen abstammen und zugleich Maß der Ahnengleichheit in einer Ahnenliste. Zur Berechnung des Inzuchtkoeffizienten muss der Grad der Blutsverwandtschaft der Ahnen in einer Ahnenliste bekannt sein. Aussagen sind stets nur in einer bestimmten zeitlichen Tiefe möglich, da durch fehlende Ahnen alle Ergebnisse fehlerhaft werden.

M

Mutterlinie

Gegenstück zur Stammlinie, bei der den weiblichen Vorfahren einer Person nachgegangen wird, und nicht den männlichen.

N

Nabelschnurblut

Nabelschnurblut ist reich an vitalen Stammzellen und eignet sich daher hervorragend blutbildende Systeme wiederherzustellen.

Namensforschung (Onomastik)

Bei der Namensforschung (auch Onomastik) handelt es sich um eine Teildisziplin der Sprachwissenschaften, die sich mit der Herkunft und den spezifischen Eigenschaften der Eigennamen (Vor-, Familien-, Orts-, Gewässer-, Flur-, Warennamen etc.) beschäftigt. Mit der Onomastik verwandte Forschungsbereiche sind die Etymologie (die ganz allgemein die Herkunft von Worten untersucht) und die Genealogie (Ahnenforschung). Da die Namen in vielen Lebensbereichen eine Rolle spielen, arbeitet die Onomastik mit verschiedenen Gesellschafts- und Naturwissenschaften eng zusammen.

O

Ortschronik

Dabei handelt es sich um einen Teil der Heimatgeschichte. Ortschroniken gingen ursprünglich aus Kirchen- und Schulchroniken hervor, die meist vom Pfarrer oder Dorflehrer geführt wurden. Ortschroniken werden heute häufig nicht von Historikern sondern von Privatpersonen erstellt, die sich in ihrer Freizeit mit Heimatgeschichte beschäftigen.

S

Stammbaum

Der Stammbaum ist ein Netzwerk aus Verknüpfungen, das die Abstammung bzw. Entstehungsgeschichte (im Sinne von “Herkunft”) von Lebewesen oder bestimmter Phänomene darstellt. In der Genealogie (Ahnenforschung) ist die Aufstellung von Stammbäumen mit den Nachfahren bzw. Ahnen einer Person oder Familie ein gebräuchliches Mittel zur Veranschaulichung der Verwandtschaftsverhältnisse.

Stammlinie

Begriff der Genealogie, mit der die Reihe der männlichen Vorfahren (Vater, Großvater, Urgroßvater usw.) einer Person bezeichnet wird. Die Stammlinie wird daher auch als Vaterlinie bezeichnet. Die Erforschung der Stammlinie war lange Zeit dominant in der Ahnenforschung, da der Familienname traditionell über die männlichen Vorfahren weitergegeben wurde.

T

Totenzettel

Auch Totenzettel stellen für Familienforscher eine wichtige Informationsquelle dar und werden deshalb gerne gesammelt, da ihr Informationsgehalt weitestgehend denen der Familienanzeigen entspricht.

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