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Expertenbeirat

In den Jahren 1964-1971 Studium der Slavistik, Osteuropäischen Geschichte, Indogermanistik und Finno-Ugrische Philologie an den Universitäten Göttingen und Heidelberg. Am 16.12.1971 Magisterprüfung in den Fächern Ost- und Westslavische Philologie, Südslavische Philologie und Finno-Ugrische Philologie an der Universität Göttingen.Vom 1.3.1972 bis zum 30.4.1973 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Archivassistent) bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Archiv für Gewässernamen Deutschlands, Arbeitsstelle Göttingen) tätig.

Anschließend bis zum 31.7.1979 als Wissenschaftlicher Assistent am Sprachwis-senschaftlichen Seminar der Universität Göt¬tingen angestellt. In dieser Zeit Ar-beit an der Disser¬tation und Lehrveranstaltungen im Bereich der slavischen, germanischen und indogermanistischen Sprachwissenschaft.

Am 10.5.1978 Promotion in den Fächern Sprachwissenschaft (Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft), Slavische Philologie (Sprachwissenschaft) und Finnisch-Ugrische Philologie (Ost-finnisch-ugrische Sprachen und Literaturen). Die Dissertation „Studien zu slavischen Gewässernamen und Gewässerbezeichnungen. Ein Beitrag zur Frage nach der Urheimat der Slaven“ erschien 1979 im Winter-Verlag, Heidelberg.

Von 1.8.1979 – 30.9.2000 Wissenschaftlicher Angestellter an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz in der Kommission für Vergleichende Sprachwissenschaft (Archiv für Gewässernamen Deutschlands, Göttingen). Im Rahmen eines Lehrauftrages an der Universität Göttingen werden Proseminare und Übungen im Fach „Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft (Indogermanistik)“ abgehalten; dabei standen Fragen der Sprachgeschichte und der Namenforschung im Vordergrund.

Im Rahmen der Tätigkeit bei der Mainzer Akademie Erstellung eines Buches der Reihe „Hydronymia Germaniae“ (Zuflüsse zur unteren Elbe (von Seege und Stecknitz bis zur Mündung), Stuttgart 1990). Es enthält die Gewässernamen des unteren Elbegebietes. Für die seit 1985 erscheinende Reihe „Hydronymia Europaea“, Stuttgart (bisher erschienen 18 Bände) Übersetzung der polnischen Originalfassungen in das Deutsche.

Die namenkundlichen Arbeiten von J. Udolph wurden 1983 mit dem „Henning-Kaufmann-Preis zur Förderung der westdeutschen Namenforschung auf sprachgeschichtlicher Grundlage“ ausgezeichnet. Ebenfalls 1983 ordentliches Mitglied der Internationalen Kommission für Slavische Onomastik beim Internationalen Slavistenkomitee ernannt. Seit 1996 Mitglied der Fachkommission für Sprache und Literatur des Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrats, Marburg, seit 1998 Fachberater für Namenforschung beim Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (Hoops), seit 2006 korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Im Wintersemester 1989/90 Habilitation mit der Arbeit „Die Stellung der Gewäs-sernamen Polens innerhalb der alteuropäischen Hydronymie“ (erschienen 1990 im Winter-Verlag-Heidelberg) an der Georg-August-Universität Göttingen für das Fach „Indogermanistik (Namenforschung)“.

1994 erschien im Verlag de Gruyter (Berlin) eine umfangreiche Untersuchung germanischer Ortsnamen unter dem Titel „Namenkundliche Studien zum Germanenproblem“. Seit einigen Jahren intensive Arbeit an den Ortsnamen Niedersachsens. Es ist geplant, die Siedlungsnamen dieses Bundeslandes in einem „Historischen Ortsnamenbuch“ umfassend darzustellen. In Zusammenarbeit mit Uwe Ohainski sind dazu erschienen Die Ortsnamen der Stadt und des Landkreises Hannover (1998) und Die Ortsnamen des Landkreises Osterode (2000), ferner Bd. 3: K. Casemir, Die Ortsnamen des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter, Bielefeld 2003, Bd. 4: K. Casemir, U. Ohainski, J. Udolph, Die Ortsnamen des Kreises Göttingen (2003), Bd. 5: F. Menzel, U. Ohainski, Die Ortsnamen des Kreises Northeim (2005); Bd. 6: K. Casemir, U. Ohainski, Die Ortsnamen des Landkreises Holzminden (2008).

Dieses Projekt ist inzwischen Teil einer von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen betreuten und groß angelegten Untersuchung Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe - Onomastik im europäischen Raum mit Arbeitsstellen in Münster, Göttingen und Leipzig (s. Ortsnamen.net), in dem die Ortsnamen der Länder Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt untersucht werden sollen.

Von 1.10.2000 bis 31.3.2008 Professor für Onomastik (Namenforschung) an der Universität Leipzig. Seitdem intensive Studien zu den Ortsnamen von Sachsen-Anhalt (Bördekreis, Ohrekreis, Altmark), vielleicht demnächst auch zu den Ortsnamen Thüringens.

Seit über acht Jahren täglich (Mo-Fr) Radiosendung zum Thema „Woher kommt mein Familienname?“ (Numen – Nomen – Namen bei Radio Eins, ORB/SFB). Weitere regelmäßige Radiosendungen bei NDR I Niedersachsen, MDR I Radio Thüringen, MDR I Radio Sachsen, WDR 5, SWR 1 - Rheinland-Pfalz, HR 4 und im Fernsehen bei MDR um Zwölf, auch häufig Gast in TV-Sendungen.

Seit einigen Monaten Leiter eines namenkundlichen Projektes, das im Rahmen der Landesgartenschau Brandenburg in Oranienburg 2009 läuft (s. www.laga-oranienburg2009.de) und in dem die Herkunft der Einwohner Oranienburgs aus familiennamenkundlicher Sicht untersucht werden soll.

Seit 1971 mit Maria Udolph, geb. Woitalla, verheiratet; vier Kinder.


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