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 Betreff des Beitrags: Re: Latein Übersetzungen
BeitragVerfasst: 03.12.2011, 13:48 
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Beiträge: 861
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Vielen Dank, pharao, für die Hilfe; ich war bei propre und horto steckengeblieben. Sobald man einmal in der falschen Spur ist, findet man schwer wieder hinaus.

Bei der Ortsbezeichnung bin ich für jeden Versuch dankbar, vielleicht geben mir die Entzifferungsversuche Anderer doch einen Hinweis. Ich habe keinen eigenen Entzifferungsversuch angegeben, damit ich nicht Andere auf meine - offensichtlich nicht zielführenden - Versuche fixiere.

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 Betreff des Beitrags: Re: Latein Übersetzungen
BeitragVerfasst: 12.12.2011, 19:34 
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Beiträge: 891
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Pharao hat geschrieben:
Das ist ein "Latein" in dem das Y beliebig oft vorkommt

Vielleicht ist es gar kein "y", sondern ein verschliffenes "us" mit einem nach unten lang gezogenen "s" (alternativ auch "g"), würde das Sinn machen?

Viele Grüße

* felizitas *

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 Betreff des Beitrags: Re: Latein Übersetzungen
BeitragVerfasst: 13.12.2011, 12:52 
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Ich habe mir das Schriftbild noch einmal angesehen - da kommen bei Namen sehr lesbare Endungen es bzw. us vor. Die y sind leider wirklich y. Und da setzt das Problem an. Im Latein kommt alles auf die Endungen an, die bestimmen beim Substantiv und Adjektiv Fall, Ein- oder Mehrzahl und Geschlecht, beim Verb die Zeit bzw. Person. Steht dann ein y, so weiß man nicht mehr, was wie zusammengehört - es sei dann man hat die "Übersetzung", für welche lateinische Original-Endung das y steht. Und die habe ich leider nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Latein Übersetzungen
BeitragVerfasst: 22.12.2011, 22:12 
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Beiträge: 861
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Zu den nicht-lateinischen "Ypsilonen":
Ich habe beim Durchlesen von Kirchenbucheinträgen wiederholt festgestellt, dass manche Pfarrer dazu neigten, ein Doppel-i am Ende eines Wortes durch ein "y" zu ersetzen (manchmal mit zwei i-Punkten über dem y). Auch habe ich Fälle gesehen, wo tatsächlich eine is-Endung wie ein y aussah.

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 Betreff des Beitrags: Re: Latein Übersetzungen
BeitragVerfasst: 25.12.2011, 17:40 
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@felizitas:
Ich habe mir deine beiden Lateintexte noch ein paar mal durchgelesen, aber es gelingt mir nicht, die Lücken in den ausgedruckten Texten zu ergänzen - die Texte selbst sind übrigens abgesehen von ein paar Kleinigkeiten korrekt.
1. Dem Schultheiß Andreas Schwemin aus L??...Elisabeth Nelke ist ein Sohn geboren am 30. Tag des Dezembers 1802 zur 12. Stunde nachts (schön poetisch formuliert!), der am 1. Januar 1803 getauft und Johannes Jakobus genannt wurde.
Paten waren der Jüngling und Student Jakobus Schwemin und Maria Sem???? - vielleicht auch Vomrand - Schultheiß, Rest leider unleserlich.
2. Dem Schultheiß Andreas Schwemin aus L???...Elisabeth Nelke ist ein Sohn geboren am 8. Tag des Oktobers 1801 zur 10. Stunde nachts, der am 12. desselben (ergänze Monat) getauft und Johannes Jakobus genannt wurde.
Paten waren der Siedler (oder Kolonist) Georgius Gra?us und Katharina Nelke, die jungfäuliche Tochter des Siedlers Paulus Nelke.

Das ist natürlich außerordentlich interessant. Offensichtlich ist der im Oktober 1801 geborene Johannes Jakobus nicht alt geworden , so daß der im Dezember 1803 geborene Sohn den gleichen Namen bekommen hat. Vom Text her fällt auf, daß die männlichen Vornamen latinisiert sind und daß die weiblichen Nachnamen im älteren Text auf -in enden, also "die Nelkin" für die Frau Nelke
Das L??? kann der Geburts- oder der Wohnort von Andreas Schwemin sein (weil ex=aus davorsteht), es kann aber auch die unleserliche Formulierung, vermutlich abgekürzt, für seine Ehe mit Elisabeth Nelke sein.

Frohe Weihnachten, Pharao

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Zuletzt geändert von Pharao am 26.12.2011, 01:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Latein Übersetzungen
BeitragVerfasst: 25.12.2011, 22:59 
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Beiträge: 217
Hallo,

allen Frohe Weihnachten! Latein beherrsche ich leider überhaupt nicht. In Urkunden habe ich aber schon häufiger gesehen, dass bei et das t sehr schräg bis liegend geschrieben wurde. Da der Ort vorher angeführt ist denke ich, dass er nicht nochmals angeführt wird, es also nicht ex heißt. Es muss also so et ..., so etwas wie Ehefrau oder ähnliches heißen. Bei der 1801-Urkunde ist noch knapp der nächste Eintrag zu erkennen. Dort erscheint wieder die gleiche Formulierung. Ist der Eintrag im Original vollständig zu sehen. Vielleicht können wir die Buchstaben Ll.. oder Cl... oder gar U... dort besser erkennen.

Gruß

Joachim Jacobsen


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 Betreff des Beitrags: Re: Latein Übersetzungen
BeitragVerfasst: 27.12.2011, 16:32 
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Beiträge: 2133
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Nochmal zum Ll???: Das Problem ist, daß Ehefrau auf lateinisch uxor oder coniux heißt, und das ist beides aus dem mit vermutlich ex L beginnenden Krakel nicht herauslesbar. Es sei denn, der Pfarrer hat die Wörter (dann auch matrimonium bzw. coniugium für Ehe) irgendwie in Form verzierter Kürzel niedergeschrieben. Und bei den "kirchenamtlichen" Kürzeln des frühen 19. Jahrhunderts muß ich dann auch passen.

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