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 Betreff des Beitrags: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 09.01.2017, 14:12 
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Beiträge: 1304
Wohnort: Spree-Athen
Hi,

ich bitte um Lesehilfe für den Geburts-/Taufeintrag Nr. 137 für Wilhelmine Pagel:

Bild

Ich habe arge Probleme beim Entziffern (spaltenweise):

    Wilhelmine Pagel
    unehelich

    [Notiz]
    ___________ __________
    vorgelegten _________________schein? [Trauschein?]
    des _________________________
    _________________ Mei_____
    1838? in Grabow
    getraut _________ __________
    matri___ das Kind
    ehelich

    ____ F____
    9/5/49??

    [Eintrag Nr.] 137
    [G...s] 247.?

    Anne Regine Pagel ______ ____
    zehnte /10n/ Mai Nachmittags drei
    /3) Uhr geborene Tochter:

    Wilhelmine

    Paten: 1. Johann Korth, __ Landmann
    2. Jungfr. Wilhelmine Rohsmann
    3. Jungfr. Wilhelmine Pagel.

    _____ _____ des Kindes geb____
    ___ ___- ___ der Arbeitsmann Chris=
    toph Korth, ___ verlangte dasß ____
    ______ ___ des Kin___________________________
    gen werde.

    Schünemann

    27

    Mai


Zum Hintergrund: Offenbar ist Tochter Wilhelmine Pagel (Korth) unehelich als Tochter von Anne Regine Pagel und Christoph Korth in Stettin geboren. Soweit ich das verstehe, hat der Vater die Mutter dann 1828 geheiratet und das Kind hat damit den Status eines "ehelich" geborenen Kindes erlangt.

Über Ergänzungen meiner rudimentären Transkription würde ich mich sehr freuen.

Und dann wüsste ich gerne noch, wie man Wilhelmine Haases Geburtsnamen korrekt schreibt:

    Wilhelmine Haase, geb. Pagel/Korth?

Oder wird nur der väterliche Name offiziell übernommen?

Vielen Dank und viele Grüße

* felizitas *


Dateianhänge:
Geburtseintrag Wilhelmine Pagel, KB Sankt Jakobikirche Stettin Nr. 137 1827_crop_web.jpg
Geburtseintrag Wilhelmine Pagel, KB Sankt Jakobikirche Stettin Nr. 137 1827_crop_web.jpg [ 265.98 KiB | 76-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 09.01.2017, 14:54 
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Registriert: 17.10.2009, 22:57
Beiträge: 2792
Wohnort: Lümborch
Ich habe bisher nur etwas zum Schluss des Eintrags beizusteuern:

NB. Zum Vater des Kindes geb (?) sich
vor mir an (?) der Arbeitsmann Chris=
toph Korth, der verlangte daß sein
Name in das Kirchenbuch eingetra-
gen werde.

Gruß,

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 14.01.2017, 03:28 
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Registriert: 10.02.2009, 22:14
Beiträge: 255
Hallo Felicitas,

einiges konnte ich lesen:

Wilhelmine
Pagel
unehelich
die Eltern sind laut
vorgelegten Copulationsschein
des Vaters .....
unterm 7 ten ... März
1838 in Grabow
getraut daher so geschehen
matrim. das Kind (matrimonal, matrimonell, ehelich)
ehelich
Unterschrift
7/5 49

Anne Regine Pagel l.l. ihre der
zehnten / 10n/ Mai Nachmittags drei
/3/ Uhr geboren Tochter
Wilhelmine

Pathen usw.

Viele Grüße

Joachim Jacobsen


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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 14.02.2017, 19:55 
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Beiträge: 1304
Wohnort: Spree-Athen
Hi, Ihr Zwei,

herzlichen Dank für die Übersetzungshilfe! :-)

... das habe ich auch noch nicht erlebt, dass ein unehelicher Vater darauf drängt, als Vater im KB aufgenommen zu werden. :->

Sonst steht da immer nur ein verschämtes Kreuz.

Vielen Dank und viele Grüße

* felizitas *

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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 14.02.2017, 23:08 
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Beiträge: 3175
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Dass sich der Vater eines unehelich geborenen Kindes beim Eintrag des Kindes ins Geburtsregister zu seiner Vaterschaft bekennt, ist nicht ungewöhnlich.
Bei mir hat ein entfernter Verwandter mittlerweile die Kirchenbucheinträge seiner - und meiner - Heimatgemeinde weitgehend digitalisiert und mir die Dateien zur weiteren Verwertung im Stammbaum zu Verfügung gestellt. Da kommen solche Ereignisse in schöner Regelmäßigkeit vor. Allerdings haben in den meisten Fällen dann die Kindeseltern nachträglich noch geheiratet, wodurch - wie auch in deinem Fall hier - das Kind ehelich wurde. Manchmal erfolgte die Eheschließung sogar erst nach der Geburt des zweiten Kindes.
Die entrüsteten Einträge manches Pfarrers über die Unmoral an sich und in seiner Gemeinde im Besonderen sind dann die Würze beim sonst eher ermüdenden Durchackern der alten Einträge....

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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 15.02.2017, 00:06 
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Für eine Hochzeit mit "Gebärfähigkeitsnachweis" gab es diverse Gründe:
- die Großjährigkeit der beiden Heiratswilligen war noch nicht erreicht (die lag früher deutlich höher als heute), und Eltern bzw. Vormund waren mit der Heirat nicht einverstanden,
- die finanziellen Möglichkeiten reichten noch nicht für einen eigenen Hausstand,
- der zukünftige Ehemann bzw. seine Familie wollte sicherstellen, dass es einen Hoferben geben würde.

Es gab sicher noch weitere Gründe - ich bin auch immer wieder überrascht, wie viele uneheliche Geburten es in manchen Regionen gab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 15.02.2017, 03:53 
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Beiträge: 1658
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warum kann ich das nich

Dateianhang:
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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 05.04.2017, 17:22 
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Beiträge: 1304
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Hi, fps,

fps hat geschrieben:
Für eine Hochzeit mit "Gebärfähigkeitsnachweis" gab es diverse Gründe

Was meinst Du mit Gebärfähigkeitsnachweis? (Klingt nach einem Fall für eine/n Gynäkologen/gin.)

Viele Grüße

* felizitas *

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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 05.04.2017, 17:37 
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Ich würde meinen, eine erfolgreiche Geburt kann man als einen solchen Nachweis betrachten. :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Lesehilfe KB Stettin 1827
BeitragVerfasst: 05.04.2017, 23:43 
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Beiträge: 3175
Wohnort: Freigericht
Das ging sogar so weit, daß eine Hochzeit erst dann stattfinden durfte, wenn ein männlicher Hoferbe geboren wurde - im Alpenraum gang und gäbe. Was mit der Mutter eines oder gar mehrerer "nur" Mädchen passierte, ist nicht überliefert.

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