Charlotte hat geschrieben:
- Es wäre wirklich sehr schön, wenn es für die Ortseingabe auch ein Feld für die GOV-Kennung gäbe. Dann wäre die Zuordnung eindeutig. Besonders wichtig ist dies beim Datenaustausch, beispielsweise beim Einspielen der Gedcom-Datei in eine Forscherdatenbank.
- Auch das Feld "Region" ist ein sehr schwammiger Begriff. Ist da der Kreis, das Bundesland, der Verwaltungsbezirk oder was auch immer gemeint?
1.
Erstmal ist die GOV-Kennung ein "Projekt", das durch den ehrenamtlich arbeitenden
Verein für Computergenealogie aufgebaut wurde, welches wohl nicht gedacht ist, das kommerziell noch kostenlos "weiter benutzt" werden sollte.
Zum zweiten exportiert verwandt.de die Geocodierung mit den tags (
LATI/LONG) in dem GEDCOM-Export schon.
Das nun Gedbas von
CompGen dies nicht (richtig) importiert, das liegt (ausnahmsweise) nicht an verwandt.de, sonst das beide Systeme unterschiedliche Gedcom-Standards verwenden bzw. manche tags unterschiedlich oder gar nicht importieren.
Wenn nun verwandt.de sich nun hinsetzt und noch ein "verwandt.de-spezifisches" Gedcom-tag kreiert und exportiert, dann weiß Gedbas noch immer nicht was es damit soll.
Ergo: Das einzige, was verwandt.de noch machen kann, das man die Geocodierung-tags (LATI/LONG) manuell im verwandt.de-System eintragen kann.
2.
Das PLAC-tag ist bei
verwandt.de im Gedcom-Export folgendermaßen definiert:
Code:
2 FORM street, postal_code, city, region, country
Andere Programme (also alle

) verwenden folgendes Format
Code:
2 FORM city, region, country,...
Wie Du die einzelnen Ebenen (Hierarchie) definierst, das bleibt Dir soweit überlassen, Hauptsache eine gleiche Anzahl von Ebenen ist vorhanden.
So ist das PLAC-tag in GEDCOM-Standart
5.5.1 definiert:
+1 PLAC
+2 FORM <PLACE_HIERARCHY>
Übersetzung des GEDCOM-Standards 5.5.1 von Jörn Daub hat geschrieben:
PLACE_HIERARCHY: (Ortshierarchie) Dies zeigt die gesetzliche Gebietsstruktur (Gemeinde, Kreis, Bundesland etc.), in einer Reihe von der niedrigsten zur höchsten Gerichtsbarkeit. Die einzelnen Gebietsebenen werden dabei durch Kommata getrennt, fehlt dabei ein Name, so wird dennoch ein Komma notiert. Wenn PLAC.FORM im Dateikopf (HEADER) der GEDCOM-Datei vorkommt, bedeutet dies, dass alle folgenden Ortsnamen dieser Struktur folgen, und das jede Strukturebene durch ein Komma berücksichtigt wird, unabhängig davon, ob diese namentlich bekannt ist. ...
Das ganze Import- und Export-Gedöns steht und fällt mit der Zusammenarbeit der einzelnen Programme.
Und man sieht ja wie verwandt.de sich an Standards hält.
@Pharao:
Das Feld
Region wird, wie Du oben sehen kannst, auch in den verwandt.de-Export ausgegeben.
Das die Postleitzahl und die Straße im verwandt.de-Export noch dabei ist, das erschwert noch das ganze.
Wobei die Postleitzahl in das PLAC-tag überhaupt nicht hineingehört, denn es hat mittlerweile ein eigenes tag:
Code:
POST {POSTAL_CODE}:= (Postleitzahl) Ein Code, der von einer Post dazu genutzt wird, ein Gebiet zu identifizieren, um die Bearbeitung von Post zu erleichtern.
Zu "Adrianopolis Provinz Thrakien/Römisches Reich" oder sonstigen Konstrukten in den PLAC-tags:
IMHO was Google Maps nicht findet, das wird die sogenannte "Geocodierung" bei verwandt.de auch nicht finden. Denn dahinter wird sich nichts anderes verstecken.
Mit dem "Edirne/Türkei"-Beispiel wird es doch ganz deutlich:
Solange man sich an der aktuellen Hierarchie hält, dann klappt auch die Geocodierung, wie soll ein Programm heraus finden, was Du meinst? Besonders wenn die Ortsbezeichnung schon 1-2 Tage alt ist...

Zu Lettland oder sonstigen Ortsangaben kommt es auf den Einzelfall an, wie die Ortsbezeichnung schon vorhanden und beschrieben ist.