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Auch wikipedia und andere Quellen im Netz sind nicht unfehlber - da kann man die schönsten Widersprüche erleben. Erfundene Ahnentafeln sind übrigens in der Antike spätestens dann zu unterstellen, wenn sich jemand auf direkte Abstammung von Göttern berufen hat (nicht der Historiker sondern der antike König, der damit seinen sonst durch nichts begründeten Herrschaftsanspruch belegen wollte). Eine (Un-)Sitte, die auch bei den alten Skandinaviern weit verbreitet war. Das Problem ist, daß sich die Historiker in der Zeit vom Untergang des weströmischen Reichs und damit seiner akribischen Bürokratie bis in die frühe Karoliongerzeit mit einer sehr dürftigen "Aktenlage" herumquälen müssen - da waren die Kirchen die einzigen, die a) des Lesens und Schreibens kundige Mitarbeiter hatten und b) einigermaßen Archivwesen betrieben - nur ist das alles nicht vollständig erhalten und wahrscheinlich auch nicht immer korrekt gewesen, außerdem wurden Geistliche auch von weltlichen Herrschern als Biographen angestellt und sicher beeinflußt, was den Wahrheitsgehalt der Werke betraf. Auch die Frage, ob der Amtsnachfolger des Sohn des Amtsvorgängers sein kann, muß oder nicht sein darf, ist nicht eindeutig zu beantworten. In der Monarchie ist das klar. In einer Quasi-Monarchie wie bei den jüdischen Exilarchen, die per legem leibliche Nachkommen Davids sein mußten, ist die Nachfolge Sohn auf Vater zumindest naheliegend, weil damit die Gesetzesvorschrift sicher erfüllt war und man nicht Gefahr lief auf Usurpatoren hereinzufallen. Insofern ist Ahnenforschung vor dem 8. Jahrhundert mit vielen Fragezeichen versehen, zumal unsereins weder die alten Texte einsehen noch lesen kann, auch nicht bei guten Lateinkenntnissen. Da kann man nur die plausibelste Ansicht glauben oder passen. Und bei Bernd Josef Jansen kann man zumindest annehmen, daß er wegen seines Berufs keinen Grund hat, sich irgendwelche bombastischen Ahnen anzudichten, um damit angeben zu können.
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