Archiv der Kategorie ‘Wappen’

3135220072_bdd03d5bfe_oBei der farblichen Gestaltung (Tingierung) von Wappen gilt der Grundsatz “Weniger ist mehr”. Es sollten also nicht zu viele unterschiedliche Farben verwendet werden und die Farben müssen “rein”, also ohne Schattierungen, Verläufe oder Nuancen sein.

Alle verwendeten Farbtöne nennt man heraldische Tinkturen, da anders als im allgemeinen Sprachgebrauch die heraldischen “Farben” nicht Gelb und Weiß einschließen, die nur bei der gemalten oder gedruckten Wiedergabe der beiden “Metalle” Gold und Silber erscheinen.

Die in der Heraldik verwendeten Metalle sind Weiß/Silber und Gelb/Gold. Die Farben sind Rot, Blau, Schwarz und Grün. Zu beachten ist, dass in einem Wappen niemals Metalle an Metalle oder Farben an Farben grenzen dürfen. Durch das Gegeneinandersetzen von Metallen und Farben in einem Wappen wird eine starke Kontrastwirkung erreicht, die das Wappen schon aus großer Entfernung erkennbar macht.

Bei der Farbgestaltung eines Wappens gibt es keine Rangfolge der verwendeten Farben. Alle Farben sind gleichrangig.

Die Form eines Wappens ist nicht explizit festgelegt, so gibt es bspw. eine ganze Reihe an verschiedenen Schildformen:

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Bild: Uni-Hamburg

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Die meisten Wappen (sogenannte Vollwappen) bestehen in der Regel aus Schild, Helm, Helmzier und Helmdecke und können noch zusätzlich durch Prunkstücke aufgewertet werden.

Werden zwei separate Wappen miteinander kombiniert, spricht man von einem zusammengestellten Wappen. Solche zusammengestellten Wappen entstehen meistens zur einer Hochzeit von Adligen, bei der die beiden Wappen einander zugeneigt dargestellt werden.

Von einem zusammen geschobenen Wappen spricht man wenn, im Gegensatz zum zusammengestellten Wappen, innerhalb eines Schildes Symbole unterschiedlicher Herkunft miteinander vereint werden. So sind bspw. die einzelnen Felder im Bayerischen und Baden-Württembergischen Wappen früher einmal eigenständige Wappen gewesen.

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(Wappenelemente)

Die fachsprachliche Beschreibung eines Wappens nennt man in der Heraldik Blasionierung. Früher wurden Wappen ausschließlich durch Worte beschrieben. Erst als Wappen auch als Hoheitssymbole verwendet wurden, waren zusätzliche Abbildungen nötig, um Falschinterpretationen zu vermeiden.

Wichtig zu wissen ist, dass sich bei einer Wappenbeschreibung die Angaben “links” und “rechts” immer auf den Wappenträger und nicht auf den Betrachter beziehen.

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Seit neuestem lassen sich bei verwandt.de auch Wappen erstellen bzw. bereits vorhandene Wappen hoch laden. Aus diesem Anlass stellen wir in den nächsten Tagen hier im Blog die wichtigsten Infos Rund um das Thema Wappen vor.

Die Entstehung der Wappen3513248933_03256834ed

Die Entstehung der Wappen geht zurück in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts, in die Zeit der Kreuzzüge. Wappen dienten in dieser Zeit besonders bei Turnieren als Erkennungszeichen, damit auch Zuschauer in der Ferne das Geschehen verfolgen und sehen konnten, welche Ritter an den Kämpfen teilnehmen und welche bereits ausgeschieden waren.

Die Wappen waren dabei hauptsächlich auf Schilden oder Fahnen angebracht und man setzte kontrastierende Farben gegeneinander, um auch aus der Ferne eine Erkennbarkeit zu gewährleisten. Aus dieser Zeit ergaben sich die auch heute noch gültigen heraldischen Farbregeln, dass in der Darstellung eines Wappens hauptsächlich die Farben Rot, Blau, Grün, Purpur und Schwarz sowie die Metalle Gold und Silber verwendet werden. Außerdem sollte in einem Wappen stets Farbe an Metall stoßen und nicht Farbe auf Farbe oder Metall auf Metall.

Der Begriff der Heraldik geht übrigens auf den Herold zurück, der der Organisator solcher Ritterturniere war und daher über die teilnehmenden Ritter und ihre Wappen bestens Bescheid wusste. Als die Zeit der Turniere vorbei war wurden Wappen von Rittern und anderen Leuten genutzt, um ihr Eigentum zu kennzeichnen. Aus diesem Grund fand/findet man Wappen auf Pferdedecken, Möbeln, Bettwäsche oder Besteck.

Häufige Fragen zum Thema Wappen

Wer darf ein Wappen führen?

Jeder. Die Annahme, dass Wappen nur von Adligen geführt werden dürfen ist falsch. Auch Bürgerliche dürfen und durften schon immer Wappen tragen, nur haben Adlige davon schon immer häufiger Gebrauch gemacht.

Gibt es ein Verzeichnis, wo alle Wappen gelistet sind?

Nein, es gibt mehrere Wappenbildersammlungen, die aber nie alle Wappen enthalten. Zusätzlich gibt eine Reihe von Wappenbüchern, das Bekannteste ist das Siebmachersche Wappenbuch.

Ist mein Wappen nur gültig, wenn ich es in eine Wappenrolle eintragen lasse?

Nein, ein Wappen ist auch ohne Eintrag in eine Wappenrolle gültig. Der Eintrag dient nur zur Sicherheit, dass man das Wappen als erster geführt hat.

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(Mein erstelltes Familienwappen)

Mit verwandt.de kann man jetzt mit wenigen Klicks ein eigenes Wappen erstellen! Unser Wappen-Creator beinhaltet eine Vielzahl an unterschiedlichen Designs und Formen, um die einzelnen Elemente eines Wappens wie Schild, Helm, Helmzier, Schildträger und Wahlspruch individuell zu gestalten. Zusätzlich lässt sich mit einer Farbpalette jedes Element nach den eigenen Wünschen einfärben.

Die so erstellten Wappen können dann im Profil hinterlegt oder als Stammbaum-Hintergrund eingebunden werden. Wer bereits über ein eigenes Wappen verfügt, kann dies auch einfach bei uns hochladen.

Um ein Wappen zu erstellen klickt ihr in eurem Profil auf den Link “Familienwappen bearbeiten“, unterhalb des Profilfotos. Jetzt werden euch alle bereits erstellten oder hochgeladenen Wappen angezeigt. Mit einem Klick auf “Wappen verwalten” könnt ihr erstellte Wappen löschen, eigene Wappen hochladen oder ein neues Wappen erstellen.

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(Wappen-Verwaltung unter “Familienwappen bearbeiten)

Wählt man “neues Wappen erstellen” aus, gelangt man in den Wappen-Creator. Auf der rechten Seite wählt man das zu bearbeitende Element aus, z.B. den Schild. Kreisförmig erscheinen jetzt alle verfügbaren Schildformen, die mit einem Klick ausgewählt werden können. Auf der linken Seite steht eine Farbpalette zur Verfügung, mit der man die einzelnen Elemente mit der Maus einfärben kann. Ist man mit dem Resultat zufrieden, kann das Wappen gespeichert und als Hintergrund oder Profilwappen verwendet werden.

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(Wappen-Creator)

Um ein Wappen als Hintergrundbild in den Stammbaum einzufügen, klickt ihr im Baum links auf die blaue Leiste “Stammbaum-Einstellungen“. Im Menüpunkt “Hintergrund” könnt ihr eines eurer erstellten Wappen als Hintergrund auswählen.

Um die Qualität des Wappen-Creators weiter zu erhöhen, möchten wir zusätzliche Elemente hinzufügen, die insbesondere eine starke heraldische Ausrichtung haben. Hier seid ihr sicher viel bessere Experten als wir, daher würden wir uns über euer Feedback, entweder per E-Mail oder hier im Blog freuen. Welche Elemente oder Symbole fehlen euch? Um welche Funktion(en) sollte der Wappen-Creator erweitert werden?

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Am Londoner “College of Arms” (Amt für Heraldik in England und Wales) wird darüber entschieden, wer ein eigenes Wappen führen darf. Anders als z.B. in Deutschland, wo es fast keine Beschränkungen hinsichtlich der Erstellung eines Familienwappens gibt, führen in Großbritannien königliche Herolde eine rigorose Prüfung durch.

Ein Hochschulabschluss ist beispielsweise Pflicht, wohingegen eine Gefängnisstrafe ein absolutes Ausschlusskriterium ist. Bewertet wird außerdem, ob sich die Bewerber in der Gesellschaft verdient gemacht haben und bspw. durch besonderes soziales Engagement auszeichnen. Ein einmal vergebenes Wappen darf weitervererbt werden.

coat_2Wer in seinem Stammbaum bereits Wappenträger aufweisen kann, ist genauso im Vorteil wie von der Queen ernannte Ritter.

Kein Wunder also, dass sich auch Ex-Beatle Sir Paul McCartney ein eigenes Wappen hat erstellen lassen. Die obligatorische Gitarre fehlt dabei genauso wenig wie der Wappenvogel seiner Heimatstadt Liverpool. Auf dem Wappen prangt außerdem noch der Titel seines klassischen Albums “Ecce Cor Meum” (Siehe mein Herz).

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Wie gratulierst du zum Geburtstag? lautete unsere Umfrage der letzten Woche. Das Ergebnis sieht wie folgt aus (Mehrfachnennungen waren möglich): 30 % gratulieren per Telefon, 29 % persönlich und 15 % per E-Mail.

Unsere Umfrage dieser Woche beschäftigt sich mit dem Thema Wappen. Wer von euch hat ein eigenes Familienwappen?

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Der Gewinner steht fest: Es ist Daniel geworden. Herzlichen Glückwunsch! Er lag mit seinem Tipp von 194 Alben ganz dicht am richtigen Ergebnis von 192 Fotoalben! 

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Bei unserer heutigen Verlosung gibt es ein Exemplar des Buches "Der Wappenschwindel. Seine Werkstätten und ihre Inhaber – Ein Blick in die heraldische Subkultur" zu gewinnen, welches uns freundlicherweise vom Degener-Verag zur Verfügung gestellt wurde.

"Zu den negativen Auswirkungen der zunehmend globalisierten kommerziellen Tätigkeiten auf den Gebieten der Heraldik und der Genealogie gehört auch die Irreführung der Interessenten für Familienkunde, Wappenkunde und Namensforschung.

So überschwemmen seit Jahr und Tag US-amerikanische Händler mit ihren Familien-Weltbüchern den Markt und bieten ihnen neben Adressen aus Telefonbüchern usw. auch Einheitswappen für alle Müller, alle Smith und alle Lefèvre an.

Indessen ist der Wappenschwindel eine Plage, mit der die familienbewußten Europäer seit mehr als 200 Jahren heimgesucht werden. Auf dieses Unwesen ist zwar immer wieder warnend hingewiesen, dazu aber ist wenig Konkretes publiziert worden.

Diesem Mangel hilft das vorliegende Werk aus der Feder des bekannten Heraldikers und Juristen Jürgen Arndt ab. Es ermöglicht in einer zusammenfassenden Einleitung einen Überblick über die Methodik der Fälscher und in 40 Einzelbeiträgen mit Faksimiles der Schwindelprodukte genealogisch-biographische Angaben über ihre Hersteller und deren "Schaffensperioden" und eröffnet so die Möglichkeit der Erkennung und Identifizierung von Schwindelerzeugnissen."

Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, muss nur folgende Zahl schätzen und seinen Tipp in die Kommentare schreiben:

Wie hoch ist die größte Anzahl Fotoalben in einem Stammbaum?

Am Montag (27.10.) um 12 Uhr ermitteln wir den Gewinner aus allen eingegangenen Kommentaren!

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Der Gewinner steht fest: Es ist Maike geworden. Herzlichen Glückwunsch! Sie hat mit Ihrem Tipp (50 Kinder) genau ins Schwarze getroffen!

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Heute verlosen wir ein weiteres interessantes Buch zum Thema Ahnenforschung: Wer die heutige Schätzfrage richtig beantwortet, erhält mit etwas Glück ein Exemplar des Buches "Handbuch der Heraldik. Wappenfibel".

WappenfibelWer sich ernstshaft mit den heraldischen Fragen und Problemen beschäftigt muss dieses Hanbuch besitzen! Wappenlehre, Wappenkunst, Wappenrecht, Geschichte, Soziologie und Literatur der Heraldik, Fahnen- und Flaggenwesen, Haus- und Hofmarken, Kaufmanns und Steinmetzzeichen, Notariatssignete und Ordenswesen, alle nur denkbaren Fachgebiete der Heraldik werden systematisch behandelt.

Auch alle Forscher, die bisher nur genealogisch interessiert waren, finden in diesem Handbuch der Heraldik die Verbindung zu ihrer Arbeit und eine willkommene Ergänzung ihres Fachwissens.

Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, muss nur folgende Zahl schätzen und seinen Tipp in die Kommentare schreiben:

Wie hoch ist die größte Anzahl an Kindern (leibliche und Stiefkinder) die eine Person hat.*

Am Montag (22.09.) um 12 Uhr ermitteln wir den Gewinner aus allen eingegangenen Kommentaren!

*Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet das Los.

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